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Mortal Kombat, oft abgekürzt als MK, ist eine populäre Beat 'em up-Spielereihe, die von Midway produziert wurde. Die Serie war dafür bekannt, dass sie digitalisierte Figuren verwendete, anstatt, wie in den 1990er Jahre üblich, sie von Hand zu zeichnen. Ein weiteres Merkmal ist die plakative und übertriebene Darstellung von Blut und Gewalt. Durch einen sogenannten "Fatality" konnten die Spieler den Gegner auf besonders grausame Weise töten. Deswegen landeten Spiele der Reihe in Deutschland oft auf den Index bzw. wurden verboten und beschlagnahmt.

Die Anfänge Bearbeiten

Das erste Spiel der Reihe, "Mortal Kombat (1992)", wurde als Antwort auf das beliebte Street Fighter II der Firma Capcom entwickelt, mit einer einfacheren Steuerung und digitalisierter Grafik. Die Idee zu Mortal Kombat mit Storyline und Inhalten entstand bereits 1989, wurde aber erst 1992 verwirklicht. Eines der Merkmale war die Darstellung von Blut und Gewalt. Einige Stimmen hielten diese für unnötig und behaupteten, dass diese verwendet wurden, nur um Aufsehen zu erregen und dadurch die Verkaufszahlen zu steigern. Obwohl diese These umstritten ist, hat die Gewalt in den Spielen tatsächlich zu weltweiter Bekanntheit der Reihe geführt.

Weitere Merkmale der Spiele waren die ausgefallenen Spezialmoves der Figuren sowie das absichtliche Austauschen der Buchstaben "C" und "K". So wird das englische Wort für "Kampf" oder "Gefecht" korrekterweise "Combat" geschrieben, und nicht "Kombat", wie im Titel des Spiels.

Zudem wurde die Serie dadurch bekannt, dass sie neue Figuren einfach durch das Neueinfärben der Sprites erschuf. Auf diese Weise entstanden acht männliche Ninjas, vier weibliche Assassinen und drei Cyborgs.

Erweitert wurden die sogenannten Finishing-Moves im Laufe der Zeit durch "Animality" (der Sieger verwandelte sich in ein Tier und fraß den Gegner auf) und "Brutality" (der Gegner wurde durch eine lange Kombo in Stücke gehauen). Als sich sogar der US Kongress mit der Darstellung von Gewalt in der Reihe befasste, führten die Macher zwei gewaltfreie Varianten ein: "Friendship", bei dem der Sieger Kunststücke aufführte oder Geschenke an den Unterlegenen überreichte, und "Babality" , wobei der Verlierer in ein Baby verwandelt wurde.

Die 3D-Generation Bearbeiten

Mit "Mortal Kombat 4" begann die 3D-Ära der Serie. Die digitalisierten Kämpfer der bisherigen Spiele wurden durch Polygon-Modelle ersetzt. "Mortal Kombat: Deadly Alliance" war das erste Spiel der Reihe, das die Veröffentlichung für Automaten übersprang und sofort für Konsolen erschien. Zum ersten Mal konnten die Spieler für jede Figur zwischen drei Kampfstilen wechseln, eines davon war die Verwendung von Waffen wie Schwerter, Stäbe oder Keulen. Das darauffolgende "Mortal Kombat: Deception" wurde im Oktober 2004 für Xbox und PlayStation 2 veröffentlicht, ein Jahr später für den Nintendo GameCube. Zusätzlich zu allen Neuerugen, die bereits "MK: DA" bietete, kamen neue Spielemodi hinzu, wie eine eigene Version von Puzzle Fighter, ein Schachspiel und ein integriertes RPG-Spiel. Außerdem wurde das "Hara-Kiri" eingeführt, ein Pendant zum "Fatality", bei dem die unterlegene Figur Selbstmord begehen konnte. "Mortal Kombat: Armageddon" stellte den Abschluss der Reihe für PS2 und Xbox dar und bot die Auswahl zwischen fast allen bisher erschienen Kämpfer an. Wie beim Vorgänger gab es auch hier zwei weitere Spielmodi: ein geradliniges Action-Adventure mit Taven, einem der beiden einzigen neuen Spielfiguren, und ein Autorenn-Modus. Zudem wurde ein neues Fatality-System eingeführt. Anstatt durch eine bestimmte Tastenfolge eine feste Endsequenz auszulösen, wurde ein Fatality nun in eine Kette von freiwählbaren Angriffen zusammengesetzt.

Crossover und Reboot der Reihe Bearbeiten

Das nachfolgende Spiel aus der Reihe, "Mortal Kombat vs. DC Universe", erschien für die Konsolen Xbox 360 und PlayStation 3. Darin traten Figuren aus der Mortal Kombat-Reihe und den DC Comics auf. Außerdem wurden einige neue Formate präsentiert, wie das Freefall-System, das Klose Kombat und das Minigame Test Your Might.

Am 19. April 2011 wurde das neunte Hauptspiel der Serie von den neu gegründeten NetherRealm Studios veröffentlicht. Es trug den einfachen Titel "Mortal Kombat" und erzählte die Geschichte von MK, MK II und MK 3 neu, mit einigen Veränderungen in der Storyline. Eine große Änderung im Gameplay war die Rückkehr zu einer 2D-Spielmechanik.

Im April 2015 wurde "Mortal Kombat X" für PlayStation 4 und Xbox One veröffentlicht. Es folgten Versionen für Windows, Android und iOS. Neuerung in diesem Teil war die Auswahl zwischen drei Gameplay-Varianten für jeden Charakter.

Auflistung der Spiele Bearbeiten

Hauptserie Bearbeiten

Erweiterte Versionen Bearbeiten

Spin-Offs Bearbeiten