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Der  [boː] (jap. 棒, dt. Stock), auch Langstock, ist eine Schlagwaffe aus Okinawa (dort Kun genannt), Japan, die beispielsweise im Bujinkan, im Kobudō, in verschiedenen Schulen des Koryū, aber auch in bestimmten Karate-Stilen eingesetzt wird. Die Kampftechnik mit dem Bō wird als Bōjutsu bezeichnet.

In vietnamesischen Kampfkünsten wird die Bezeichnung „Con“ verwendet.

Durch die Shaolin-Mönche, die bei ihrer Kampfkunst im Stockkampf den Gùn (chin. 棍) einsetzten, gelangte der Kampfstab nach Japan. Nach einigen Veränderungen (der Gùn ist an einem Ende dünner als am anderen Ende) wurde er dort als Bō bekannt. Menschen, die nicht zum Kriegeradel der Samurai gehörten, war es damals verboten, Waffen zu tragen. Da sie auf ihren Reisen jedoch oft überfallen wurden, mussten sie eine unauffällige Waffe entwickeln und meistern, die unscheinbar und dennoch wirkungsvoll ist. Sie trugen auf ihren Reisen fortan also den Bō als Wanderstab, der sich in Kampfsituationen sofort als Waffe verwenden ließ.